Neues aus den Partnerinstitutionen

05.07.2022 PIK Potsdam

Mehr Hitzewellen in Westeuropa wegen Veränderungen des Jetstreams

05.07.2022 - Hitzewellen über Europa haben drei- bis viermal schneller zugenommen als in den übrigen nördlichen mittleren Breitengraden, wie etwa in den USA oder Kanada, so das Ergebnis einer neuen Studie. Ein internationales Team von Forschenden wertete dazu Beobachtungsdaten aus den letzten 40 Jahren aus und zeigte erstmals, dass dieser rasche Anstieg mit Veränderungen in der atmosphärischen Zirkulation zusammenhängt: Große Windbänder in 5 bis 10 Kilometer Höhe, der so genannte Jetstream, sind im Wandel begriffen. Zustände, in denen sich der Jetstream in zwei Äste aufspaltet - so genannte Doppeljet-Lagen – halten zunehmend länger an. Diese doppelten Jet-Zustände erklären fast den gesamten Aufwärtstrend der Hitzewellen in Westeuropa und etwa 30 Prozent im gesamten europäischen Raum.

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04.07.2022 Max-Planck-Gesellschaft

Trauer um Larry Gates

Das Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M) hat einen großen Freund verloren. Prof. William Lawrence („Larry“) Gates, brillanter Klimaforscher und enger Freund unseres Institutes, starb am 27. Juni 2022 im Alter von 93 Jahren.

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30.06.2022 GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Strömungsdaten aus 20 Jahren für ein besseres Klima-Verständnis

30.06.2022/Kiel. Seit mehr als 20 Jahren misst ein Observatorium am Äquator bei 23° West die Geschwindigkeit eines für unser Klima wichtigen Systems von Meeresströmungen. Die bisher nur fragmentarisch verfügbaren Daten sind nun als ein zusammengefasster Datensatz zugänglich. Hintergründe zu den Messdaten und die Komponenten der Verankerungen beschreiben Forschende des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und französische und US-amerikanische Projekt-Partner in der Fachzeitschrift „Frontiers in Marine Science“. Die Veröffentlichung soll weitere Analysen und Modellrechnungen vorantreiben.

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30.06.2022 Max-Planck-Gesellschaft

Tatiana Ilyina hat erfolgreich an der Universität Hamburg habilitiert

Dr. Tatiana Ilyina, Wissenschaftlerin und Leiterin der Gruppe „Biogeochemie des Ozeans“ am Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M), hat am 30. Juni 2022 erfolgreich habilitiert. Das MPI-M gratuliert herzlich.

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28.06.2022 Wuppertal Institut

Energiesystem-Transformation im Nahen Osten und Nordafrika

Der Nahe Osten und Nordafrika (Middle East and North Africa, MENA) spielen eine zentrale Rolle in der globalen Energiewende, da die Region über ein hohes Potenzial an erneuerbaren Energien verfügt. Gleichzeitig sind viele Länder in der Region aber auch wichtige Öl- und Gasproduzenten. In Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung haben die Researcherin Sibel Raquel Ersoy und Dr. Julia Terrapon-Pfaff, Co-Leiterin des Forschungsbereichs Energiewende International am Wuppertal Institut, in zehn Länderstudien den Energie-Transformationsprozess analysiert. Der "Sustainable Transformation of Energy Systems in MENA Countries: Comparative Report" fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen und wurde am 20. Juni 2022 während der virtuellen gleichnamigen Auftaktveranstaltung vorgestellt. Während der Konferenz "Sustainable ...

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27.06.2022 Wuppertal Institut

Ausgezeichnet: Höchstes Einsparpotenzial für Schools4Future

Während der summer study on energy efficiency des European Council for an Energy Efficient Economy 2022 (eceee Summer Study) präsentierte Lotte Nawothnig, Researcherin im Forschungsbereich Energiepolitik am Wuppertal Institut, gemeinsam mit Sebastian Albert-Seifried vom Büro Ö-Quadrat ein Poster des Kooperationsprojektes Schools4Future. Die eceee gilt als wichtigste wissenschaftliche Konferenz in Europa zum Thema Energieeinsparung und ist ein zentraler Ort, um europäische Projektpartnerschaften zu schmieden. Das Projekt Schools4Future unterstützt Schüler*innen dabei, die CO2-Bilanz ihrer Schule zu berechnen und sie klimaneutral umzugestalten. So können sie selbst aktiv werden und sich für die Projektziele engagieren.

Die Präsentation überzeugte die Jury, die das Poster mit dem Preis für das höchste ...

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24.06.2022 Wuppertal Institut

Handlungsempfehlungen zur CO2-Reduzierung

Berlin will bis 2045 klimaneutral werden und bis 2030 70 Prozent seiner CO2-Emissionen gegenüber 1990 reduzieren. Das größte Potenzial zur CO2-Vermeidung liegt im Gebäudesektor, in dem durch moderne Technologien der Einsatz fossiler Energien zu verringern ist. Im Verkehrssektor sind die CO2-Emissionen in den vergangenen Jahren sogar gestiegen: Rund 30 Prozent – das sind 5,6 Millionen Tonnen – der CO2-Emissionen in Berlin werden durch den Verkehr verursacht.

Das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm (BEK 2030) ist das zentrale Instrument auf dem Weg zu einer klimaneutralen Hauptstadt. Das Wuppertal Institut hat gemeinsam mit der Berliner Energieagentur GmbH und DIW Econ Empfehlungen für die Weiterentwicklung des Programms für den Umsetzungszeitraum 2022 bis 2026 entwickelt. Der Bericht basiert auf neun Monaten ...

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24.06.2022 PIK Potsdam

UN-Nachhatligkeitsziele nur begrenzt wirksam, warnen Forschende

20.06.2022 - Nie stand Nachhaltigkeit weiter oben auf der Tagesordnung. Eine internationale Bewertung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) - die 17 globalen Ziele, die von Regierungen, Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen weltweit als Richtschnur für Maßnahmen in Richtung einer wohlhabenden und gerechten Zukunft verwendet werden - zeigt jedoch, dass sie nur begrenzte Auswirkungen haben und im Gegenteil sogar möglicherweise zum Greenwashing beitragen. Das entscheidende Jahrzehnt für die Zukunft der Menschheit auf der Erde ist schon zwei Jahre alt und noch immer sind grundlegende Änderungen erforderlich, wenn wir einen nachhaltigen und widerstandsfähigen Weg einschlagen wollen, so die Autorinnen und Autoren der in Nature Sustainability veröffentlichten Studie.

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24.06.2022 PIK Potsdam

Emissionsbilanzen im Lebensmittelsektor: Gemeinsame Verantwortung entlang der Wertschöpfungskette

09.06.2022 - Ein neuer Ansatz für die Bilanzierung der im Lebensmittelsektor verursachten Emissionen, der auch den Agrarhandel berücksichtigt, könnte dazu beitragen, die Ziele der Treibhausgas-Reduzierung zu erreichen. Eine Studie, die jetzt in der Zeitschrift Nature Communications veröffentlicht wurde, kommt zu dem Schluss, dass es erhebliche Auswirkungen haben könnte, wenn die Verantwortung für die Emissionsminderung auf alle Länder entlang der Wertschöpfungskette eines Produkts verteilt wird.

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23.06.2022 GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Gasausbruch der Vergangenheit lehrt den Meeresboden zu verstehen

23.06.2022/Kiel. Der Gasausbruch bei einer Explorationsbohrung in der Nordsee im Jahr 1964 hinterließ einen 38 Meter tiefen Krater am Ozeanboden, bekannt als Figge Maar. Unter Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel untersuchten Wissenschaftler:innen die geologischen Gegebenheiten, die damals zu dem heftigen Austritt geführt haben. Die daraus resultierende Studie erscheint heute im Fachmagazin Earth Science, Systems and Society (ES3) der Geologischen Gesellschaft London. Das Verständnis über natürliche Wegsamkeiten von Gasen ist grundlegend für die sichere Nutzung des Meeresbodens im Rahmen der Umstellung unserer Energiesysteme, einschließlich der möglichen Speicherung von Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre im Meeresboden.

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