Neues aus den Partnerinstitutionen

09.06.2021 Max-Planck-Gesellschaft

ESM2025: Erdsystemmodelle für die Zukunft

ESM2025, ein ambitioniertes europäisches Projekt zur Erdsystemmodellierung, koordiniert von Météo France-CNRM, ist am 1. Juni 2021 offiziell gestartet. Das Projekt wird mit 11 Mio € aus dem H2020-Programm der Europäischen Kommission finanziert. ESM2025 stützt sich auf ein internationales Team aus 19 europäischen Instituten (aus sieben europäischen Ländern: Österreich, Belgien, Frankreich, Deutschland, Norwegen, Schweden, Schweiz und Großbritannien) und einer australischen Universität.

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08.06.2021 Wuppertal Institut

Grundlegende Transformation der Weltwirtschaft

Der bisher eingeschlagene Weg hat uns zu einer Erwärmung um 1,2 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter geführt. Um im Einklang mit den Klimazielen des globalen Pariser Klimaabkommens zu sein, ist eine Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius – und am besten auf unter 1,5 Grad Celsius – anzustreben. Wenn wir nicht fundamental umsteuern, wird das verbleibende Budget an Treibhausgasemissionen, um eine globale Erwärmung um 1,5 Grad Celsius nicht zu übersteigen, bereits vor 2030 aufgebraucht sein. Irreversible Kipppunkte könnten bald erreicht werden, etwa bei der Zerstörung von Korallenriffen, Eisschilden und Regenwäldern. Durch ein Aufschmelzen der Permafrostböden und der damit verbundenen Freisetzung von CO2 und Methan kann es zu dramatischen Verstärkungseffekten für den Klimawandel ...

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08.06.2021 PIK Potsdam

Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für Schellnhuber

7.06.2021 – Hans Joachim Schellnhuber, emeritierter Gründungsdirektor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung PIK, hat heute das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Unter dem Motto "Natur – Umwelt – Klimaschutz" – zeichnete Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue neben Schellnhuber fünf weitere Bürger und Bürgerinnen für ihr herausragendes Engagement im Umweltschutz mit dem Verdienstorden aus.

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07.06.2021 PIK Potsdam

Klimarisiken für die Finanzwelt begrenzen: Zentralbanken und Wissenschaft veröffentlichen Szenarien

7.6.2021 - Um das Management von Klimarisiken im Finanzsektor zu verbessern und den Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft zu ermöglichen, haben sich über 90 Zentralbanken und Finanzmarktaufseher mit der Wissenschaft zusammen getan. Gemeinsam veröffentlichten Forscher und Finanzexperten des "Network for Greening the Financial System" nun eine neue Reihe von Szenarien eines geordneten Übergangs, eines verzögerten Übergangs, und eines Versagens der Klimapolitik. Sie zeigen, wie eine frühzeitige Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen sowohl das physische als auch das finanzielle Risiko minimieren kann. Hingegen würde verzögertes Handeln oder Nichthandeln mittel- bis langfristig unweigerlich die Kosten in die Höhe treiben. Die Analyse liefert sektorale und regionale Details, die Finanzinstitutionen helfen, ihre Investitionsstrategien anzupassen.

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07.06.2021 Leibniz-Zentrum fuer Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. Muencheberg

Flächendeckende hochaufgelöste Kartierung der deutschen Agrarlandschaft

Forschende des Thünen-Instituts, der Humboldt-Universität zu Berlin und des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) haben aus Satellitendaten erstmals detaillierte deutschlandweite Karten zur landwirtschaftlichen Flächennutzung über mehrere Jahre erstellt. Für viele Fragestellungen der Umwelt- und Agrarpolitik wäre es gut zu wissen, welche Fruchtarten in welchem Jahr auf welchen landwirtschaftlichen Flächen angebaut werden. Bislang gibt es in Deutschland aber nur Statistiken zur Landnutzung, die relativ grobe und zeitlich verzögerte Informationen liefern. Wöchentlich wiederkehrende Satelliten können hier mit ihren Bildern Abhilfe schaffen und als Datengrundlage für eine flächenscharfe Landnutzungskarte dienen. Forschende des Thünen-Instituts, der Humboldt-Universität zu Berlin und des Leibniz-Zentrums für ...

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07.06.2021 Wuppertal Institut

Dem Mikroplastik auf der Spur

Mikroplastik besteht aus maximal fünf Millimeter kleinen Kunststoffpartikeln, die sich etwa beim Waschen aus der Kleidung lösen und sich im Abwasser oder Kläranlagen, im Boden und in der Luft wiederfinden. Bislang standen vor allem Körperpflegeprodukte und Kosmetika im Fokus der Mikroplastik-Debatte – doch es gibt weit mehr Verursacher. Ausgehend davon, dass Mikroplastik negative Auswirkungen auf die Umwelt hat, kann sich das mangelnde Wissen über das lokale Vorkommen von Mikroplastikemissionen auch nachteilig auf die Umwelt und Gesellschaft auswirken. Daher gilt es frühzeitig zu verstehen, wo Mikroplastik im städtischen Raum vorkommt.

Das will das Wuppertal Institut gemeinsam mit dem FIR an der RWTH Aachen innerhalb des nun gestarteten und vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert

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04.06.2021 PIK Potsdam

PIK beteiligt sich an EU-Projekt zur Analyse und zum Management von Waldbränden

03.06.2021 - Gemeinsam mit 38 Partnerinstitutionen aus 19 Ländern wird das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) eine wissenschaftlich fundierte Strategie zum Management, zur Überwachung und zur Analyse von großen Waldbränden in Europa entwickeln. Das von der Europäischen Union geförderte Projekt FirEUrisk bringt Forschende, Praktiker, politische Entscheidungsträgerinnen und Bürger zusammen, um die Verwundbarkeit und Widerstandsfähigkeit von Gemeinden und Ländern gegenüber Waldbränden in Nord-und Mitteleuropa sowie dem Mittelmeerraum zu untersuchen. Das übergeordnete Ziel des Projekts ist die Anpassung von Brandmanagementstrategien an erwartete klimatische und sozioökonomische Veränderungen.

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04.06.2021 PIK Potsdam

Umweltsteuern könnten hunderte Milliarden Euro mobilisieren – und damit Haushalte an anderer Stelle entlasten

02.06.2021 - Klimawandel, Luftverschmutzung, Überdüngung, Plastikmüll oder Staus verursachen jährlich erhebliche Folgekosten für die Gesellschaft. Fachleute des Kopernikus-Projekts Ariadne haben jetzt erstmals die Kosten verschiedener Umwelt- und Gesundheitsschäden für Deutschland heruntergebrochen - ihre Schätzungen gehen von mehr als 13 Prozent der Wirtschaftsleistung aus. Durch Umwelt- oder Lenkungssteuern können diese Schäden als Kosten den Verursachern angelastet werden und damit starke Anreize für nachhaltigeres Wirtschaften gesetzt werden. Mit den zusätzlichen Einnahmen in der Größenordnung von 348-564 Milliarden Euro können andere Steuern gesenkt werden, um Bürgerinnen und Bürger erheblich zu entlasten und einen sozialen Ausgleich herzustellen.

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04.06.2021 PIK Potsdam

Risikoanalyse von Klima-Domino-Effekten: Kippelemente können sich gegenseitig destabilisieren

3.06.2021 - Kipp-Elemente im Erdsystem können sich gegenseitig destabilisieren, mit dem Risiko von Klima-Domino-Effekten, wenn die globale Erwärmung weiter voranschreitet. Die Eisschilde auf Grönland und der Westantarktis sind hierbei mögliche Ausgangspunkte für Kippkaskaden, wie eine neuartige Netzwerkanalyse zeigt. Ist ihr Kipppunkt erst einmal überschritten, könnten hierdurch über die Atlantikzirkulation auch entfernte Elemente wie der Amazonas-Regenwald beeinträchtigt werden. Die Folgen für den Menschen würden vom Anstieg des Meeresspiegels bis zu schweren Schäden der Biosphäre reichen. Wechselwirkungen im Netzwerk können laut der Studie die Temperaturschwellen senken, jenseits derer einzelne Kippelemente langfristig instabil werden – das Risiko hierfür nimmt bereits im Temperaturbereich des Pariser Klimaabkommens zwischen 1.5°C und 2°C deutlich zu.

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03.06.2021 PIK Potsdam

Klimabedingte Sicherheitsrisiken verstehen: Weathering Risk präsentiert neue Methodik

3.06.2021 - Der Klimawandel bedroht Frieden und Sicherheit - 'Weathering Risk', ein skalierbarer Bewertungsansatz, antizipiert und adressiert das zunehmende Risiko von Konflikten und Instabilität in einem sich verändernden Klima. Der Weathering Risk Ansatz wurde vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und adelphi entwickelt; er kombiniert quantitative und qualitative Forschung, um klimabedingte Sicherheitsrisiken zu identifizieren und Maßnahmen zu ihrer Vermeidung zu entwickeln. Die Bewertungen werden in verschiedenen nationalen Kontexten getestet, unter anderem in Mali, Sudan und im Pazifik.

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