Neues aus den Partnerinstitutionen

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24.09.2018 Wuppertal Institut

Vorbildliche Partnerschaften zur Umsetzung der Agenda 2030 gesucht

Kommunen und Unternehmen, die sich in Partnerschaften erfolgreich für die Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung engagieren, können sich ab sofort um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis bewerben. Zusammen mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) werden vorbildliche Partnerschaften zwischen Unternehmen in Deutschland und in Entwicklungs- und Schwellenländern sowie zwischen deutschen Kommunen und ihren Partnerkommunen im globalen Süden prämiert. Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller überreicht die Preise während des Deutschen Nachhaltigkeitstages am 7. Dezember 2018 in Düsseldorf."Ziel der Preise ist es, Beispiele für erfolgreiche Entwicklungspartnerschaften auszuzeichnen. Damit sollen die Potenziale einer Zusammenarbeit zwischen Unternehmen oder Kommunen im globalen Norden und Süden unterstreichen", sagt Bundesminister Dr. Gerd Müller und ergänzt: "Dadurch wollen wir noch mehr Akteure motivieren, die Transformation zu nachhaltigerem Leben und Wirtschaften im Sinne der Agenda 2030 zu fördern."Bewerben können sich deutsche Kommunen und Unternehmen, die sich im Rahmen von aktuellen Partnerschaften im globalen Süden für die Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung mit ihren 17 Zielen (Sustainable Development Goals, SDGs) einsetzen. Prämiert wird erfolgreiche Zusammenarbeit auf Augenhöhe, deren Mehrwert für beide Partner auf Gegenseitigkeit beruht und die Umsetzung der SDGs in beiden Ländern/Regionen fördert. Die Auszeichnung erhalten die Partner im Tandem. Bewerbungsschluss ist der 5. Oktober 2018. Die Teilnahme erfolgt per Fragebogen, der unter dem nachfolgenden Link zu finden ist.Die stellvertretende Leiterin Dr. Carolin Baedeker aus der Abteilung Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren und Dr. Ralf Schüle, stellvertretender Leiter der Abteilung Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik  am Wuppertal Institut, sind Mitglieder des Assessment-Teams.Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis ist die nationale Auszeichnung für Spitzenleistungen der Nachhaltigkeit in Wirtschaft, Kommunen und Forschung. Mit fünf Wettbewerben (darunter der Next Economy Award für grüne Gründer), über 800 Bewerbern und 2.000 Gästen zu den Veranstaltungen ist der Preis der größte seiner Art in Europa. Die Auszeichnung wird vergeben von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e. V. in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, kommunalen Spitzenverbänden, Wirtschaftsvereinigungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Forschungseinrichtungen. Rahmen für die Verleihung ist der Deutsche Nachhaltigkeitstag in Düsseldorf, die meistbesuchte jährliche Kommunikationsplattform zu den Themen nachhaltiger Entwicklung.

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20.09.2018 Wuppertal Institut

Zero Waste: Wiederverwenden statt wegwerfen

Nach wie vor wandern viele Produkte in den Müll. In Berlin fielen allein 2016 rund 150.000 Tonnen Sperrmüll und Elektrogeräte aus privaten Haushalten an. Dazu gehört eine Unzahl an Dingen, die eigentlich noch brauchbar, reparabel oder eigentlich direkt wiederverwendbar wären. Re-Use Berlin, eine Initiative der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, will dies zusammen mit Partnern aus Wirtschaft, Forschung und Stadtgesellschaft ändern. Das Leitbild "Zero Waste" soll die Berliner Abfallwirtschaft in eine moderne und nachhaltige Kreislaufwirtschaft transformieren. Durch Abfallvermeidung lassen sich erhebliche Ressourcen eingesparen, was sich auch positiv auf das Klima auswirkt.Im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung erarbeitete das Wuppertal Institut im vergangenen Jahr die Studie "Untersuchung zur Wiederverwendung in Berlin – Entwicklung eines ReUse-Konzepts zur Stärkung des Leitbilds Zero Waste", die unter anderem einen umfassenden Maßnahmenkatalog enthält, wie Produkte wiederverwendet werden können. Ein Teil dieser Maßnahmen setzt das Wissenschaftlerteam des Wuppertal Instituts jetzt im Zuge des zweiten Projekts "Zero Waste Berlin – Abfallvermeidung durch Wiederverwendung" in Form mehrerer Pilotaktionen in die Praxis um. "Wir sind sehr gespannt, welche der verschiedenen Sammelaktionen am besten von den Berliner Bürgerinnen und Bürgen angenommen werden und welche Möglichkeiten es gibt, diese Sammelform dann mit neuen Strukturen zu verstetigen. Ende September wissen wir schon mehr, dann beginnen wir mit den ersten konkreten Aktionen", sagt Susanne Fischer, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Kreislaufwirtschaft am Wuppertal Institut.Das Wissenschaftlerteam ist umfangreich in die Realisierung dieser Maßnahmen mit eingebunden. Das Wuppertal Institut plant und koordiniert gemeinsam mit dem Auftraggeber und den Praxispartnern die Aktionen und wertet diese nach der Durchführung aus.Marktsammeltage und Sammelwochen in BerlinDie Maßnahmen der Initiative "Re-Use Berlin" sind vielfältig: Zunächst werden verschiedene Pilotaktivitäten zur Sammlung von wiederverwendbaren Waren initiieren. Hierzu gibt es am 20. und 27. September sowie am 4. Oktober 2018 mehrere Marktsammeltage aus dem Ökomarkt am Kollwitzplatz im Prenzlauer Berg. Zusätzlich findet am 11. Oktober an der Akazienstraße in Berlin-Schöneberg ein weiterer Marktsammeltag statt.Während der Recyclinghof-Sammelwochen zwischen dem 15. Oktober und 17. November 2018 können gut erhaltene Gebrauchtwaren wie gut erhaltene Kleinstmöbel wie Lampen, Stühle, kleine Kommoden sowie Bücher, CDs, DVDs, funktionierende Elektrokleingeräte und Spielsachen zum BSR-Recyclinghof Ruppiner Chaussee 341 in Berlin-Reinickendorf gebracht werden. Diese Gebrauchtwaren werden anschließend an soziale Gebrauchtwareneinrichtungen weitergegeben.Pop-up-Store mit GebrauchtwarenZur Initiative "Re-Use Berlin" gehört auch ein Pop-up-Store im Circular Economy House (CLCLR) in der Rollbergstraße 26 in Berlin-Neukölln, wobei die auf den Marktsammeltagen gesammelten Waren ab 30. November 2018 günstig und vor allem kreativ angeboten werden. Der Verkauf der Gebrauchtwaren wird in ein umfassendes Rahmenprogramm mit Fokus Wiederverwendung, Upcycling und Zero Waste eingebunden und dient als breit angelegter Test für ein "Gebrauchtwarenhaus der Zukunft".Ideenwettbewerb und Vernetzung für WiederverwendungZu den verschiedenen Sammel- und Verkaufsaktivitäten im Rahmen von "Re-Use Berlin" startet am 11. Oktober 2018 ein Ideenwettbewerb. Dabei sind persönliche und kreative Ideen für eine verbesserte Wiederverwendung in der Stadt gefragt. Ideen können per E-Mail unter ideenwettbewerb-berlin@wupperinst.org eingereicht werden. Einsendeschluss ist der 25. November 2018. Die besten drei eingereichten Ideen werden bei einem separaten Event im Pop-up-Store Mitte Dezember bekannt gegeben – zusätzlich winkt eine Prämie.Zusätzlich zu den Sammel- und Verkaufsaktivitäten sowie den Kreativwettbewerb finden auch mehrere Vernetzungstreffen statt. Dabei sind Berliner ReUse-Einrichtungen eingeladen die gemeinsame Dachmarke "Re-Use Berlin" zu entwickeln. Das nächste Treffen findet am 9. Oktober zum Thema "Kooperation in der Berliner Re-Use Landschaft: Meilensteine einer gemeinsamen Dachmarke" statt. Die Plätze sind begrenzt, Anmeldungen nimmt Susanne Fischer bis zum 30. September per E-Mail unter susanne.fischer@wupperinst.org entgegen.

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20.09.2018 PIK Potsdam

Auf dem Weg in die "Heißzeit"? Planet könnte kritische Schwelle überschreiten

06.08.2018 - Die globale Erwärmung auf lange Sicht bei 1,5°C bis 2°C zu stoppen, könnte schwieriger sein als bisher angenommen. Selbst bei Umsetzung der im Pariser Abkommen festgelegten Pläne zur Minderung von Treibhausgasemissionen bleibt ein Risiko, dass der Planet durch verschiedene Rückkopplungsprozesse in einen Zustand gerät, den die Forscher als „Hothouse Earth“ bezeichnen. Dies diskutiert ein internationales Team von Wissenschaftlern in einer neuen Studie im Fachjournal Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS). Eine solche Heißzeit wäre langfristig durch etwa 4°C bis 5°C höhere Temperaturen charakterisiert sowie durch einen Meeresspiegelanstieg um 10m bis 60m, so die Veröffentlichung. Der Übergang zu einer emissionsfreien Weltwirtschaft müsse deshalb deutlich beschleunigt werden, argumentieren die Autoren.

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20.09.2018 HZG online: Pressemitteilungen/News

Recyclingfähige, formflexible Wasserstofftanks für Brennstoffzellen-Autos

2,4 Millionen Euro Technikförderung für das Projekt "H2HybridTank". Unter Leitung von Wissenschaftlern des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG) wird gemeinsam mit der Volkswagen AG und Panco GmbH ein neuer Wasserstoff-Speicher für Autos entwickelt. Basis des Tanks bilden Leichtmetallhydride. Diese nanostrukturierten Verbindungen speichern besonders effizient Wasserstoff.

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19.09.2018 Deutsches Klimarechenzentrum

Skalierbare Algorithmen für Wetter- und Klimaforschung

Die zweite Phase des Projektes ESCAPE wird ab 1. Oktober 2018 für drei Jahre im europäischen Rahmenprogramm Horizon-2020 „Transition to Exascale Computing“ gefördert. ESCAPE steht für “Energy-efficient SCalable Algorithms for weather and climate Prediction at Exascale”. Das Nachfolgerprojekt ESCAPE-2 soll hochskalierende und energieeffiziente Methoden für Wettervorhersage- und Klimamodelle entwickeln.

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19.09.2018 HZG online: Pressemitteilungen/News

Hamburger Klimaforschung stellt sich vor

Von 24. bis 28. September präsentiert das Helmholtz-Zentrum Geesthacht gemeinsam mit anderen Mitgliedern des KlimaCampus die Hamburger Klimaforschung im Klimaforschungszelt am Lattenplatz in Hamburg.

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17.09.2018 Wuppertal Institut

Synthesebericht zu Europas größtem Hafen online

Der Hafen Rotterdam gehört zu den Vorreitern bei der Minderung von Treibhausgasemissionen. Er ist der größte Hafen Europas und erstreckt sich über 40 Kilometer bis zur Nordseeküste. Das ehrgeizige Ziel: Der Hafen will die Treibhausgasemissionen sowohl seines Industrieclusters als auch des Güterverkehrs weitgehend reduzieren. Aber welche Optionen gibt es dafür? Das analysierte das Wuppertal Institut im Auftrag der Rotterdamer Hafenbehörde in der kürzlich abgeschlossenen Studie "Deep Decarbonisation Pathways for Transport and Logistics Related to the Port of Rotterdam". Die Szenarien des Wuppertal Instituts für das Jahr 2050 zeigen, dass eine Dekarbonisierung von Wirtschaft und Gesellschaft in Westeuropa sowohl die Menge als auch die Struktur der in Rotterdam umgeschlagenen Güter erheblich verändern wird. Dies verstärkt den ohnehin erwarteten Wechsel vom Massengut- hin zum Containertransport und geht mit erheblichen strukturellen Auswirkungen auf den Hafenbetrieb und insbesondere auf den Hinterlandverkehr einher. Eine umfassende Dekarbonisierung von mehr als 95 Prozent erfordert entscheidende Effizienzsteigerungen durch betriebliche und technische Maßnahmen und die Umstellung auf nicht-fossile Brennstoffe sowie die Verlagerung von Containertransporten vom Straßenverkehr auf Bahn und Binnenschiff. Für die Seeschifffahrt belegen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihrem Bericht zwei mögliche Entwicklungslinien für den Weg in eine dekarbonisierte Zukunft bis zum Jahr 2050. Die Szenarien "Power-to-Liquid" sowie "Power-to-Liquid & -Gaseous" zeigen mögliche Übergangspfade für eine drastischen CO2-Reduktion des Transportsektors auf und präsentieren entsprechende Maßnahmen für den Hafen Rotterdam sowie die niederländische, deutsche und europäische Politik. Mit diesen Hinweisen soll es dem Hafen die Dekarbonisierung des Güterverkehrs gelingen als auch die damit verbundenen Geschäftsfelder strategisch weiter zu entwickeln.Die komplette Studie ist auf dem Publikationsserver des Wuppertal Instituts in englischer Sprache erhältlich. Weitere Informationen zum Projekt "PoR Transport" sind im nachfolgenden Link zu finden.

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13.09.2018 Deutsches Klimarechenzentrum

DKRZ – Partner der Klimawoche

Die Hamburger Klimawoche findet vom 23. bis 30. September zum mittlerweile zehnten Mal statt. In den vergangenen Jahren kamen bis zu 350.000 Besucher. Das DKRZ ist einer von 200 Partnern aus Unternehmen, Organisationen und Verbänden, die sich im Rahmen der bislang größten Klimawoche für eine klimafreundliche und zukunftsfähige Stadt engagieren. Eröffnet wird die Klimawoche von Schirmherr Fürst Albert II von Monaco. Neben dem traditionellen Bildungsprogramm werden ein Themenpark und ein Bühnenprogramm auf dem Lattenplatz sowie zahlreiche Vorträge und ein vielseitiges Kulturprogramm angeboten.

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12.09.2018 Wuppertal Institut

Start der Initiative "IN4climate.NRW"

Wie kann die Industrie in Nordrhein-Westfalen ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten, zusätzliches Wachstum erzeugen und gleichzeitig zur Erreichung der Pariser Klimaschutzziele beitragen? Die dazu nötigen Strategien wollen Expertinnen und Experten aus Unternehmen und Wirtschaftsverbänden, Wissenschaft und Verwaltung in den kommenden vier Jahren unter dem Dach von "IN4climate.NRW" erarbeiten. Diese bundesweit erste Initiative dieser Art stellte Wirtschafts- und Energieminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart am 11. September 2018 im Kabinett vor.  Mit dieser neuen Initiative bündelt die Landesregierung in bisher einzigartiger Weise die Kräfte, um Nordrhein-Westfalen zu einem zukunftsfähigen und langfristig klimaneutralen Industriestandort zu machen. IN4climate.NRW soll Impulse für die Entwicklung innovativer Technologien und branchenübergreifender Initiativen geben und Vorhaben anstoßen, die einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz im Land leisten.Das Wuppertal Institut hat mit verschiedenen Projekten, unter anderem mit dem Projekt "Landscaping – Untersuchung der Anforderung an die energieintensive Wirtschaft und den Standort NRW im Übergang zu einem weitgehend auf erneuerbaren Energien basierenden Energiesystem der Zukunft", in den vergangenen Jahren maßgeblich dazu beigetragen, die Initiative vorzubereiten und zentrale Themen für die Arbeitsagenda zu identifizieren."Nordrhein-Westfalen ist ein stolzes Industrieland, das in den vergangenen eineinhalb Jahrhunderten eine Vielzahl an innovativen Produkten hervorgebracht hat, die in der ganzen Welt zum Einsatz kommen. Unsere gemeinsame Verantwortung für die Erreichung der internationalen Klimaschutzziele macht es notwendig, diesen innovativen Geist zu stärken und unser Land zu einem zukunftsorientierten und klimafreundlichen Industriestandort weiterzuentwickeln, der mit den weltbesten Wettbewerbern mithalten kann. Um die dafür nötigen Sprunginnovationen auszulösen, haben wir jetzt die Initiative IN4climate.NRW gestartet", sagt Minister Pinkwart.Industrieunternehmen, Wissenschaft und Landesregierung arbeiten in diesem Rahmen in sogenannten Innovationsteams daran, neue Zukunftsvisionen und Wege für eine treibhausgasneutrale Produktion und die Herstellung klimafreundlicher Produkte zu erarbeiten. Neue Produktionsprozesse, durch die weniger Treibhausgase entstehen, können – auch vor dem Hintergrund steigender Preise für Emissionszertifikate – zu einem wichtigen Schlüssel für eine auch in Zukunft wettbewerbsfähige Industrie in Nordrhein-Westfalen werden. Unterstützung erhält die Initiative derzeit bereits von 16 Industrieunternehmen und Verbänden. Zu den Gründungsmitgliedern gehören unter anderem thyssenkrupp Steel Europe und die Covestro AG. Die Wissenschaft wird den Prozess intensiv begleiten und ihre Expertise über ein wissenschaftliches Kompetenzzentrum einbringen. Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertal Instituts, sagt: "Um den Treibhausgasausstoß der energieintensiven Industrie zu senken, die global für rund 20 Prozent der gesamten Emissionen verantwortlich ist, braucht es neue, innovative Produkte und Prozesse und eine verstärkte branchenübergreifende Zusammenarbeit. Derartige Konzepte entstehen weder im Tagesgeschäft der Wirtschaft, noch allein in den Laboren und an den Schreibtischen der Wissenschaft. IN4climate.NRW bietet die notwendige Plattform und den Freiraum, um in enger Zusammenarbeit von Industrie und Wissenschaft entsprechende Ideen zu generieren, konkrete Entwicklungsimpulse zu geben und auf ihre Umsetzung im wettbewerblichen Umfeld zu prüfen."Die Finanzierung der zunächst auf vier Jahre angelegten und mit 16 Millionen Euro ausgestatteten Initiative übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen. IN4climate.NRW soll Fördermittel von Bund und der Europäischen Union in zwei- bis dreistelliger Millionenhöhe für innovative Industrieprojekte mobilisieren.

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12.09.2018 Wuppertal Institut

Wege in eine vollständig regenerative Energieversorgung

Die voranschreitende Umstellung des Energiesystems von einer "additiven Rolle" regenerativer Energien hin zu deren Dominanz wirft zahlreiche Fragestellungen auf. Um diese Fragen beantworten zu können, werden immer öfter Modellansätze gewählt. In den vergangenen Jahren entstand eine Vielzahl modellbasierter Szenarioanalysen des deutschen Energiesystems – zum Teil mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen, die nur schwer miteinander vergleichbar sind. Das erschwert unter anderem die gegenseitige Qualitätssicherung der Ergebnisse. Um dem entgegenzuwirken, führte das Wuppertal Institut zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR) das Projekt "RegMex – Modellexperimente und -vergleiche zur Simulation von Wegen zu einer vollständig regenerativen Energieversorgung" durch. Nun liegen die Projektergebnisse als Abschlussbericht vor.Ziel des Projekts war zum einen die inhaltliche Weiterentwicklung der Diskussion zur Ausgestaltung der Energiewende. Zum anderen sollten die Modelle transparenter werden, um die Auswirkungen verschiedener Modellansätze besser differenzieren und vergleichen zu können. Im ersten Modellexperiment bildeten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für zwei Szenarien das Gesamtsystem mithilfe von drei Energiesystemmodellen ab. Im zweiten Modellexperiment bildeten sie das Stromsystem und flexible Sektorenkopplung mithilfe von vier Stromsystemmodellen ab. Darüber hinaus identifizierten und analysierten sie sogenannte disruptive Elemente, die gravierende Auswirkungen auf das Energiesystem haben können. "Unsere Experimente zeigen deutlich, dass Modelle zusammen mit den methodischen Unterschieden eingeordnet und interpretiert werden müssen, statt sie losgelöst voneinander zu betrachten", sagt Prof. Dr. Stefan Lechtenböhmer, Leiter der Abteilung Zukünftige Energie- und Mobilitätsstrukturen am Wuppertal Institut.Der komplette Abschlussbericht ist auf dem Publikationsserver des Wuppertal Instituts im nachfolgenden Link erhältlich.

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11.09.2018 Wuppertal Institut

Zusammenhang zwischen lokalen Energieprojekten, Wasser, Landwirtschaft und Ernährung

Sauberes Wasser, moderne Energiedienstleistungen und eine ausreichende Nahrungsmittelversorgung – das ist die Grundvoraussetzung, um Armut zu bekämpfen und eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Aber wegen der ungleichen geografischen Verteilung sind die dafür erforderlichen natürlichen Ressourcen oft knapp bemessen, zudem verstärkt beispielsweise der Klimawandel den Druck, was sich auf die regionale und lokale Verfügbarkeit niederschlägt. Aber die Ressourcenverfügbarkeit ist nur ein Aspekt. Noch entscheidender ist es, dass Ressourcen für alle Bevölkerungsgruppen erschwinglich, verfügbar und einfach zugänglich sind.Im Artikel "Energising the WEF nexus to enhance sustainable development at local level" analysieren die Autoren die komplexen Zusammenhänge zwischen lokalen  Energieentwicklungsprojekten sowie dem Nahrungsmittel- und Wassersektor in den Ländern des globalen Südens. Das Autorenteam betont, dass die verschiedenen Bedürfnisse derzeit nicht systematisch in Projektplanungen oder -bewertungen berücksichtigt werden. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler empfehlen daher einen systematischeren Ansatz, bei dem Wasser und Nahrung in die Energieplanung auf lokaler Ebene im globalen Süden integriert wird. Dadurch können Nutzungskonkurrenzen vermieden und der Beitrag von Energieprojekten zur lokalen Entwicklung erhöht werden.Der vollständige Artikel ist in englischer Sprache auf dem Publikationsserver des Wuppertal Instituts kostenfrei erhältlich.

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