Klimawandel und Wasserverfügbarkeit
in Wald & Flur

Seit Beginn der Industrialisierung werden große Mengen an Kohlendioxid und anderen klimaschädlichen Gasen durch die Verbrennung fossiler Energieträger in die Atmosphäre abgegeben. Dadurch hat sich nicht nur die Temperatur von 1881 bis 2018 in Deutschland um 1,5 Grad erhöht (DWD, 2019), es lassen sich auch deutliche Veränderungen in der Niederschlagsmenge und Verteilung über die Jahreszeiten ablesen (ebenda).

© Pixabay/Peter H

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Mit Ausnahme der beiden nördlichsten Bundesländer ist in Deutschland eine zum Teil starke Abnahme der Niederschläge im Sommer und eine sehr deutliche Zunahme der Niederschläge im Winter zu beobachten, was mit steigenden Temperaturen einhergeht. Dies bedeutet eine grundlegende Veränderung der beiden wichtigen Standortfaktoren Niederschlag und Temperatur. Die Veränderung der bisher als quasi konstant angenommenen Einflussgrößen wirkt sich auf die Wasserverfügbarkeit in Wald und Flur und somit auf sämtliche Bereiche der Land- und Forstwirtschaft sowie auf alle Ökosysteme aus.

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Dieses Themenportal soll einen Überblick verschaffen über die Einflüsse und Auswirkungen der durch den Klimawandel veränderten Wasserverfügbarkeit innerhalb der genannten Sektoren im deutschsprachigen Raum.

© Pixabay/Picography

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Wald

Die Forstwirtschaft und auch die natürliche Waldentwicklung sind eng mit Klima, Witterung und Wetter verbunden. Die klimatischen Bedingungen bestimmen zum großen Teil das Artenspektrum möglicher Baumarten und das Ertragspotenzial einzelner Arten.  mehr

© Pixabay/pixel2013

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Landwirtschaft

Die Landwirtschaft ist gleichzeitig Mitverursacher und Betroffener des Klimawandels, aber auch Mitgestalter beim Klimaschutz und der weltweiten Klimaanpassung. Vor allem die Veränderungen in der Niederschlagsverteilung und -menge beeinflussen den Erfolg und die Risiken in der Landwirtschaft sowie der Lebensmittelversorgungssicherheit.  mehr

© Pixabay/Alicja

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Niedrigwasser in Fließgewässern

Trockenperioden und damit verbundene Phasen mangelnder Wasserverfügbarkeit in Gewässern sind ein Phänomen, das über wenige Tage bis zu Monaten andauern kann. Die damit häufig verbundenen niedrigen Wasserstände haben wiederum Auswirkungen auf verschiedene natürliche und anthropogene Systeme bzw. Nutzungen in und an Gewässern.  mehr

© Pixabay/Peter Ahrend

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Moore

Nur etwa 3% der Erde sind mit Mooren bedeckt. In deren Torfkörpern werden allerdings 30% des terrestrischen Kohlenstoffs gespeichert so lange die Biozönose als Gemeinschaft moortypischer Pflanzen und Tiere erhalten bleibt. Werden Moore entwässert und genutzt, oder fehlt z.B. den Regenwasser abhängigen Hochmooren der Niederschlag, kommt es zur Durchlüftung des Torfkörpers.  mehr

© Pixabay/Hans Braxmeier

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Grundwasser

Die Grundwassermenge hängt im Wesentlichen davon ab, wie viel, wann und in welcher Form Niederschläge fallen. Die aktuellen Klimaszenarien beschreiben eine Abnahme der Niederschläge im Osten sowie eine leichte Zunahme im Westen und Süden Deutschlands, woraus sich regional unterschiedliche Veränderungen ergeben werden.  mehr

© Pixabay/cocoparisienne

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Trinkwasser / Brauchwasser

Trinkwasser ist Wasser für den menschlichen Bedarf. Es ist das wichtigste Lebensmittel und es kann nicht ersetzt werden. So heißt es im Eingangs- und Leitsatz der DIN 2000.  mehr

Informationen zum Themenportal

Bei den aufgeführten Links handelt es sich um eine beispielhafte Auswahl, die als Hilfestellung zur Orientierung in der Thematik dienen soll. Die Sammlung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Vorschläge für weitere Links oder Textergänzungen zum Thema werden gerne entgegengenommen.

Zusammenstellung und Kontakt:

Sandra Collin
KoNeKKTiW - Projekt
Deutscher Forstwirtschaftsrat e. V.
collin[at]dfwr.de

Uwe Petry
Hochwasservorhersagezentrale / Klimafolgen / Fachdatenmanagement
NLWKN – Betriebsstelle Hannover-Hildesheim
uwe.petry[at]nlwkn-hi.niedersachsen.de

Forschung

Thünen-Institut

Das Thüneninstitut sucht nach Lösungen für die spezifischen Probleme ländlicher Regionen und will zu ihrer Entwicklung als Produktionsstandorte und Lebensräume für einen großen Teil der Bevölkerung beitragen. Wälder erforschen sie als Ökosysteme und Holzlieferanten, Meere (Nordsee, Ostsee, Nordatlantik) als Lebensraum für die natürliche Ressource Fisch. Dem Triplett von Feldern, Wäldern, Meeren nähern sie sich mit den wissenschaftlichen Instrumenten von Ökonomie, Ökologie, Technologie disziplinübergreifend.  mehr